20 Tage: neues Dach, neue Fenster, PV-Module

Und schon vorbei: der erste lange Arbeitsurlaub in diesem Jahr. Die Bilanz: ein neues Dach, Fenstertausch + Montage der PV-Module –> anstrengendster und teuerster Urlaub unseres Lebens, aber gleichzeitig sehr glücklich und stolz.

Am 19.+20. beendete der Dachdecker seine Arbeiten und wir konnten uns schon über unser neues, gedämmtes Dach freuen. Die Dachhaken für die PV-Module wurden ebenfalls schon montiert.

Wir waren in der ersten Urlaubswoche noch mit Hochdruck dabei die Fensteröffnungen für den Einbau der neuen Fenster vorzubereiten. Das hat alles viel, viel länger gedauert, wie gedacht und hätte ohne zusätzliche Hilfe zeitlich nicht hingehauen. Das Herausschneiden der Fensterschürzen war kräftemäßig eine große Herausforderung. Die alten Steinfensterbänke mussten ebenfalls entfernt werden, was dazu geführt hat, dass wir kurzerhand alle Fensteröffnungen wieder um einen Stein verschließen mussten, um aufs neue Maß zu kommen. Außerdem haben wir eine Styrodurplatte angebraucht, um nochmal eine gute Dämmung unter dem Fenster zu erreichen. Der „Glattstrich“ an den Fensterlaibungen war am Ende ein Verputzen. Für ein Fenster betrachtet, dauern die einzelnen Punkte nicht soo lange. Aber bei der Masse hat es einfach sehr aufgehalten. Die letzten Arbeiten wurden erst Sonntagnachmittag beendet.

Am Montag kamen dann die neuen Fenster. Je zeitaufwendiger der Ausbau und die Vorbereitungen dauerten, umso schneller ging der Einbau: in knapp acht Stunden waren alle Fenster montiert und wir konnten uns über ein erstes neues Raumgefühl freuen.

Was zusätzlich in der stressigen Zeit „aufgehalten“ hat, waren einige Termine am Haus: Blitzschutzberatung, Energieberater, Fenstermonteur, allgemeiner Bauberater, sämtliche Abholer der ausgebauten und verschenkten Fenster. Das hatte natürlich alles einen Mehrwert, aber zwischendurch auch immer die Arbeit unterbrochen.

Wir konnten die zweite Urlaubswoche nutzen, um das riesige Chaos im Werkzeugraum zu beseitigen, die Fensteraußenseiten beizuputzen, mit dem Kaminabriss zu beginnen, die alten Fenster, die nicht abgeholt wurden zu entglasen, Müll zur Deponie zu fahren, Schrott zum Schrotthändler zu bringen und Lukas hat ganz fleißig und geduldig den Dachüberstand gestrichen. Außerdem erfolgte die Vorbereitung für die Montage der PV-Module.

Am 30. und 31.05. sollten nämlich unsere 51 PV-Module auf dem neuen Dach verlegt werden. Wir haben im Vorfeld hin und her überlegt, ob wir diese Investition jetzt schon machen sollen uns aber schlussendlich dafür entschieden. Die Gründe waren, dass es aktuell verhältnismäßig günstige Kaufmöglichkeiten gibt, wir nicht nochmal ein teures Dachdeckergerüst bezahlen müssen und sich die Anlage durch die derzeitige fast ausschließliche Einspeisung doch recht schnell bezahlt macht. Außerdem sind wir mit unserem Einzug relativ autark und sparen nochmal Stromkosten ein. Es mussten am Freitag also alle Schienen gesetzt werden, damit am Samstag alle Module das Gerüst hochgereicht werden konnten. Bei den unhandlichen und 21 Kilo schweren Platten gar nicht mal so einfach. Zum Glück waren wir zu fünft. Die Montage verlief anfangs ziemlich schleppend, sodass wir dachten nicht alles an diesem Tag zu schaffen. Aber nachdem sich alles eingegroovt hat und es auch nicht mehr ganz so sonnig, heiß und schwül war (auf dem schwarzen Blechdach war es noch viel extremer!), lief es wie am Schnürchen und am Ende des Arbeitstages wurden alle Module erfolgreich verlegt.

Insgesamt war es also ein sehr produktiver Urlaub, in dem wir einige Fortschritte erreichen konnten. Im Juni wird es spannend weitergehen: die letzten Abrissarbeiten stehen an und auch in den Punkten Wasser-/ Abwasserleitungen/ Abdichtungen und Elektrik wird es weitergehen.

Arbeitsstunden im Mai: Katha 167 Lukas 199

F o r t s c h r i t t e

Es geht weiter voran!

Das Gerüst wurde am 09. Mai gestellt. Bei schönstem Wetter und zum Glück mit Unterstützung wurde am Samstag der Träger für die großen Fenster im Dachgeschoss eingebaut. Die Höhe ist nichts für schwache Nerven, dafür hat man einen schönen Blick in die Natur bzw. über Steinefrenz.

Bitter, bitter nötig: der erste Einsatz vom Rasenmäher in diesem Jahr.

Und dann ging es seit letztem Montag so richtig los: Die Dachdecker kamen!
– Am Montag wurden allgemeine Vorbereitungen vorgenommen und die Sparren wurden an der einen Dachseite verlängert.
– Am Dienstagvormittag wurden das Dach und die Asbestwandeindeckung abgerissen und eine Folie wurde am Dach angebracht.
– Am Mittwoch wurde die Dämmung montiert.
– Am Donnerstag wurde die Konter- und Traglattung gesetzt.
– Am Freitag konnte die eine Dachseite gedeckt werden und ca. 1000 Haken für die PV-Module montiert werden. Außerdem wurden alle Sprenglerarbeiten vorgenommen.
– Am kommenden Montag folgt dann noch die andere Dachseite.

Gestern haben wir mit dem Fensterausbau im Obergeschoss begonnen: alle Fenster, Fensterbänke (innen und außen) und die Seitenverblendungen sind schon entfernt. Außerdem haben wir die Balkontür fast fertig hochgemauert. In den nächsten Tagen wird dasselbe im Erdgeschoss wiederholt und zusätzlich noch die Rollladenschürzen rausgeschnitten. Und alle Fensteröffnungen müssen mit einem Glattstrich aufs richtige Maß vorbereitet werden. Am 26.06. werden die Fenster dann eingebaut. Auch wenn die Aktion Spaß gemacht hat, war es gleichzeitig richtig, richtig anstrengend. So ein 2,50m großes Fenster zu zweit auszubauen (im besten Fall unbeschädigt), ist schon ne Nummer.

Vorbereitungen, Vorbereitungen, Vorbereitungen

Ein paar Punkte der zukünftigen Vorhaben, die wir im letzten Beitrag erwähnt haben, konnten wir planmäßig abarbeiten:

– Bauschuttcontainer befüllen

– Rollläden ausbauen für den Baumischabfallcontainer

– Technik-/ Werkzeugraum flott machen (verputzen, streichen, Bodenfarbe aufbringen, neues Kellerfenster besorgen, Werkzeug umräumen)

– Fenstersturz im Dachgeschoss von Innen setzen

Arbeitsstunden im April: Lukas 63, Katha 50

Nächste Wochen werden die Container abgeholt und das Gerüst gestellt, damit wir am Samstag den Fenstersturz von außen setzen können. Außerdem müssen wir noch die Fallleitung ins Dachgeschoss ziehen, damit die Entlüftung im neuen Dach verbaut werden kann.

Was zuletzt ein wenig hinten ansteht, sind die Vorbereitungen für die Elektrik. Daran wird sich vermutlich auch vorerst nichts ändern, da der Hauptfokus jetzt auf den Fenster liegt.

Viele Dinge bei bestem Wetter (meistens zumindest)

Obwohl wir regelmäßig aufräumen und eigentlich ja auch im Keller genügend Platz sein sollte, versinkt die Garage und/ oder der Aufenthaltsraum immer mal wieder im Chaos und man findet nichts mehr – „wo ist eigentlich XXX?“, „Hast du XXX gesehen?“ oder „ist XXX oben oder unten?“ sind sehr häufige Fragen. Damit wir wieder mehr Platz bekommen, haben wir die Elektrokabel im schönsten Sonnenschein auf der Terrasse abgemantelt. Außerdem haben wir 105 Kilo Kupfer zum Schrotti gebracht und zum ersten Mal Geld bekommen (juhu!).

Letzte Woche konnten wir im Heizungsraum die Abmauerung zu den Öltanks abreißen. Außerdem wurde die Heizung abgeholt und die freigewordene Wand wurde für den neuen Zählerkasten und weitere Technik vorbereitet: Lukas hat alle Löcher zugespachtelt, die Wand abgeschliffen und zusammen haben wir dann die Wand grundiert und (mehr oder weniger gut) verputzt. Gar nicht so einfach eine vorher schon buckelige Wand gerade zu bekommen. Insgesamt wird sichs aber trotzdem lohnen den Raum einmal hübsch zu machen bevor dann wieder verschiedene Dinge an den Wänden angebracht wird. Nächste Woche werden die Öltanks noch ausgebaut. Dann ist der Raum komplett leer, die drei weiteren Wände können ebenfalls nochmal verputzt werden und der Raum bekommt einen frischen Anstrich. Dann ist der Plan in diesem Raum zukünftig auch das Werkzeug zu lagern. Im Moment ist es ein wenig nervig daran zu kommen, weil im Aufenthaltsraum auch noch die große Bierzeltgarnitur davor steht. Es gibt also nochmal eine Umzugsaktion, aber dann sollte es hoffentlich so passen und dort bleiben.

Aber nicht nur im Keller hat sich was getan: wir haben begonnen die Löcher für die Steckdose, Lichtschalter, Thermostate und Rollladensteuerungen anzuzeichnen. Problematisch: manche Wände fehlen ja noch bzw. wird im Bereich der Schornsteine ja nochmal was weggenommen an Wänden, sodass wir erstmal nur einen kleinen Teil angehen konnten. Auch wenn wir im Kopf großzügig geplant haben, wo und wie viele Steckdosen angebracht werden sollen, lagen wir doch immer unter der „Empfehlung“, wie viele man pro Raum installieren soll. Wir wissen aber nicht, wofür man SO VIELE gebrauchen soll…
Zum Glück ist Karsamstag ein Werktag und wir konnten gestern die Löcher mit einer Bohrkrone setzen und anfangen Schlitze zu fräßen. Endlich wieder Bauschutt und Staub!
An manchen Stellen saß auch schonmal eine Steckdose oder Lichtschalter. Damit es nachher aber ordentlich ist, mussten diese Löcher mit Reparaturmörtel verschlossen werden. Wenn alles ausgehärtet ist, kann es da dann nächste Woche mit weitergehen.

Um das „Problem“ der fehlenden Wände so langsam mal anzugehen, haben wir damit angefangen, die Türöffnung zu unserem Wohnzimmer zuzumauern. Hoffentlich bereuen wir das nicht bald, denn das sorgt ja dafür, dass man jetzt einen längeren Weg von da aus in den Keller oder ins Obergeschoss hat. Aber irgendwann mussten wir damit ja damit mal loslegen.

Die Kellertür hat zuletzt eigentlich auch nur noch gestört, wenn es kalt wird, ist es eigentlich im ganzen Haus kalt, also hat die Tür wirklich keinen Nutzen mehr und ist gestern rausgeflogen:

Endlich mal ein Beweisfoto, dass ich auch wirklich mit anpacke.

Bis das Gerüst am 8./9.5. aufgebaut wird, mauern wir fleißig weiter, fräßen Schlitze, füllen den nächsten Bauschuttcontainer und machen den neuen Technikraum flott. Dann wird’s ernst und wir können die alten Rollladen ausbauen, die Stürze entfernen, Fenster ausbauen, an manchen Stellen die Fensteröffnungen anpassen und generell für den Einbau der Fenster vorbereiten. Wir sind gespannt, wie das klappt und freuen uns schon sehr auf die großen Veränderungen im Mai.

Kleinere Projekte und ein ganz großes…

In den letzten Wochen gab es viele kleinere To dos: wir haben alle Wasserleitungen und -rohre entfernt. Unsere fleißigen Helfer haben sich außerdem den noch in den Wänden befindlichen Elektroleitungen angenommen. So langsam bekommen wir im Keller ein Platzproblem und müssen dringend den Schrott, für den wir noch Geld bekommen werden, wegfahren. Das steht in nächster Zeit auf jeden Fall auf dem Zettel. Seit gestern befindet sich auch die demontierte Heizung in der Garage. Auch wenn sie nur von einem Raum in den nächsten musste – zu zweit war das ganz schön sportlich. Die extra für den Transport gekauften Rollbretter haben die Aktion nicht überlebt.

Die entstandenen Löcher in Decken/ Böden hat Lukas wieder schön verschlossen und nur noch da, wo wir sie brauchen können, sind sie noch vorhanden.

Die Badplanung im Dachgeschoss ist ein gutes Stückchen weiter. Mit den Schrägen, dem Schornstein, der noch rausfliegt und generell auf kleinem Platz zu planen, braucht unfassbare Vorstellungskraft. Jetzt haben wir aber eine grobe Vorstellung und können das bei dem Legen der Wasser- und Abwasserleitungen/ rohre einplanen.

Das größte Projekt hat dann am 29.03. stattgefunden: Mission Balkonabriss. Mit einem Kernlochbohrgerät wurde erst der Balkon von der Außenwand abgetrennt und dann konnten stückchenweise größere und kleinere Platten mit der Motorflex abgeschnitten werden. Auch wenn der Balkon nur 5 Meter lang war und sich die Erklärung sicherlich „kurz und knapp“ liest, hat die ganze Sache insgesamt 9 Stunden gedauert. Bis auf zwei kleine Beschädigungen am Rollladenkasten im Erdgeschoss ist alles ohne Probleme verlaufen. Beim Abschneiden der letzten großen Platte hat sich diese nicht zunächst nicht komplett abgetrennt, da sie noch von Eisenstreben an der Fassade gehalten wurde und dann einfach umgeklappt ist und mit der Wucht unten gegen die Außenwand gedonnert.

An zwei Abenden haben wir dann die großen Platten kleingeschnitten und in die Hofeinfahrt getragen, weil sie da am ehesten nicht im Weg sind. Auch beim Bauschutt haben wir so langsam Platzprobleme und schon einige Planen vollgelegt bzw. größere Mörtelkästen befüllt. Im Mai, wenn auch die Schornsteine abgerissen werden, kommt der nächste Container und wir können wieder Ordnung schaffen.

Einige Impressionen vom Balkonabriss gibt’s hier:

Im März war Lukas 43 Arbeitsstunden im Einsatz, ich 40. Mal sehen wie viel im April zustande kommt, aber im Mai stehen zwei Wochen Urlaub an für Dach- und Fenstertausch, da setzen wir sicherlich einen neuen Rekord.

Ansonsten konnten wir uns gestern auch über einen blühenden Kirschbaum freuen. Der schöne Garten motiviert auf jeden Fall, weil man sich freut, sich irgendwann jeden Tag dort aufhalten zu können. 

 

                            

Steine, Küche, Fenster, Dach, Löcher, Heizkörper, Badplanung…

Für den Wiederaufbau unserer Wände haben wir eine grooooße Ladung Steine geliefert bekommen. Gut, dass ich erstmal dachte, ich könnte die alle alleine ins Haus tragen. Nach den ersten Metern und dem Ausrechnen des Gesamtgewichts war ich sehr froh über die zusätzliche Hilfe und dass die Arbeit war in ein paar Stunden erledigt war.

Außerdem haben wir im Februar noch die Küchenplanung abgeschlossen und tatsächlich unsere Traumküche bestellt. Es ist einige Zeit und Energie reingeflossen und teilweise schwierige Abwägungen, aber jetzt sind die Maße festgelegt, wir haben die erforderliche Orientierung für Wände/ Fenster, sodass auch dafür das Aufmaß genommen werden konnte. Die Fenster werden jetzt auch zeitnah bestellt mit fixem Liefertermin. Spannend!

Auch hinsichtlich der Dachsanierung ist eine Entscheidung gefallen. Neben dem allgemeinen Austausch mit in Frage kommenden Dachdeckern, dem Austausch mit unserem Energieberater und dem Stellen des Förderantrags konnten wir dann auch mit Gerüstbauern in Kontakt treten. Auch das haben wir jetzt festgemacht. Ab Mitte Mai steht die Dachsanierung und im Anschluss der Fenstertausch an!!!

Neben diesem Orga- und Planungskram haben wir natürlich auch was richtiges gearbeitet: wir haben einige Wasserleitungen entfernt und dabei unterschiedlich große Löcher in Wänden und im Boden fabriziert. Diese möchten wir zeitnah wieder verschließen.

Am Donnerstag ist außerdem die Heizung in einen Störmodus umgestiegen. Das wollten wir tatsächlich auch (irgendwann) erreichen. Der Grund: die Öltanks sind leer. Wir haben also im Oktober gar nicht mal so schlecht geschätzt, damit zum Ende der Heizperiode nicht viel zu viel Öl übrig bleibt und abgepumpt werden muss. So konnten wir gestern alle Heizkörper leerlaufen lassen und die Heizungen abmontieren. Die leichten Heizungen haben wir dann direkt vor die Haustür getragen und haben dabei gehofft, dass noch ein Schrothändler vorbeikommt und die dann direkt einsammelt. Unsere Wünsche wurden erhört und wir hatten sogar doppeltes Glück: der Schrotti hat sie sowohl alleine aufgeladen und die vier schweren, unhandlichen und noch im Haus befindlichen Heizkörper aus dem Haus getragen. So mussten wir uns nicht damit abmühen 😊 Das Ganze ist so schnell gegangen, dass die Zeit nicht mal für Heizkörper-Abschieds-Fotos gereicht hat.
Alle Fliesen und Tapeten hinter den Heizkörpern wurden gestern auch schon entfernt.

Und wir konnten endlich die Baustützen zwischen Küche und Esszimmer entfernen – die Arbeit hat sich auf jeden Fall gelohnt, wir lieben das Endergebnis.

Zuletzt kam die Überlegung auf, die Schornsteine nach der Dachsanierung zumindest im Obergeschoss komplett zurückzubauen, um so flexibler in der Raumgestaltung zu sein. Daher sind wir nochmal (neu) in die Badplanung eingestiegen. Es kostet also wieder einiges an Zeit und noch mehr Nerven, weil es gefühlt keine richtig gute Planung gibt. Mal ist es optisch am schönsten, aber aus Installationssicht nicht optimal oder umgekehrt…

Außerdem haben folgende Dinge stattgefunden: Termin mit Elektrikermeister, Termin mit der ENM für die Verlegung des Dachständers und Termin mit dem Heizungsbauer.

Zusammenfassung der Arbeitsstunden im Februar: jeweils 32.

Fazit dieses Blogbeitrags: Es macht den Eindruck, als würde ich nur fotografieren, essen und Blogbeiträge schreiben. Lukas, du musst mehr Fotos von mir im Arbeitsmodus machen.

Der Blick morgens in den Garten bei Sonnenschein… ☀️😍

Böse Überraschungen während der Sanierungsphase? Bandscheibenvorfall ✅

Lang lang ist der letzte Beitrag her – so lange, dass wir Bilder brauchten, um diesen Beitrag schreiben zu können. Nach dem ersten großen Abrisstag kurz vor Weihnachten ist alles jedoch ganz anders verlaufen wie gedacht und gewünscht… Aber alles der Reihe nach.

Die große Zufriedenheit über den Baufortschritt am 21.12. (Estrich in der Küche entfernt, Wand zwischen Wohn- und Esszimmer eingerissen und Fliesen in der alten Küche abgeschlagen) wurde schon einen Tag später massiv getrübt: Lukas hatte unfassbare Rückenschmerzen. Das Ausmaß war zu der Zeit nicht bekannt. „Nicht so schlimm, jetzt kommt erst mal Weihnachten und nach den paar Tagen Pause können wir dann ausgeruht weiter machen“, dachten wir. Aber es wurde noch erheblich schlimmer und zwischen den Jahren war kein guter Zeitpunkt, um eine Diagnose oder gar Behandlung zu erhalten. Lukas musste sich also weiter schonen, an mehr war wirklich nicht zu denken.

Ich habe in der Zeit bis Neujahr mein Bestes gegeben und mit Thomas Unterstützung konnte bis Silvester der komplette Estrich im Erdgeschoss entfernt werden:

Anfang Januar habe ich mich dann (vorerst) alleine mit den Fliesen im alten Badezimmer über mehrere Stunden duelliert. Endstand unentschieden würde ich sagen. Der innere Monk wollte natürlich alles schaffen, aber die Vernunft hat dann irgendwann gesiegt, denn es stand schon fest, dass bald nochmal helfende Hände von stärkeren Männern da sind, die den Kampf dann sicher mit weniger Verzweiflung gewinnen werden. Mein Zwischenergebnis:

Dann sind wir auch schon auf Thomas Endgegner getroffen: die Wand zwischen alter Küche und neuer Küche musste eingerissen werden. Über Kopf arbeiten ist aber auch einfach verdammt anstrengend und wenn man sich nicht abwechseln kann.. Lukas war an dem Tag wenigstens ab und zu vor Ort, aber mithelfen konnte er leider wegen den heftigen Schmerzen nicht.
Den ganzen Aufwand haben wir übrigens auf uns genommen, um ca. 60cm Raum zu gewinnen. Der Plan ist, dass die Küchenfront quasi bis zur alten Wand endet und man so dieselbe Raumgröße hat. Die Küchenzeile soll dann hinter einer ebenfalls neu zu errichtenden Wand verschwinden. Was man nicht alles tut für den Küchentraum…

Lukas Fokus lag in dieser Zeit leider auf der Suche nach zeitnahen Arzt-, Orthopäden-, Physio- und MRT-Terminen. Da er eine längere Fahrt fürs MRT auf sich genommen hat, gab es dann Gewissheit: Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule. Im Januar folgten dann einige Krankengymnastik- und Physioeinheiten, Spritzen, unzählige Schmerzmittel (die alle nur mäßig geholfen haben) und ständige Rücken- und vor allem Beinschmerzen. Das hat natürlich auf die Stimmung gedrückt; den Sanierungsstart haben wir uns ganz, ganz anders vorgestellt. Aber das Wichtigste war erstmal, dass die Schmerzen generell besser werden. Nicht nur für die Baustelle wurden einige Dinge angeschafft, sondern auch um Rücken und Körper zu stärken, zu dehnen und zu mobilisieren: Lukas ist ganz fleißig dabei. Das zahlt sich auch aus: es ist insgesamt schon viel besser, wenn auch Tabletten weiterhin für den täglichen Gebrauch auf unserem Esstisch stehen, aber er kann wieder arbeiten und hilft mehr und mehr auf der Baustelle mit. Und an alle die jetzt denken: aber er soll langsam machen! Ja, macht er!
Wenn man eine klitzekleine Sache festhalten darf, die positiv ist: Lukas ist zweifelsfrei der bessere Handwerker, weiß und kann viel mehr. Die Wahl, wenn was gemacht werden muss, fällt also logischerweise (und auch zum Glück) dann natürlich auf ihn. Als das dann nicht mehr ging, habe ich dann auch mehr versucht und einiges auch hinbekommen – auf jeden Fall langsamer und vermutlich auch nicht so gut, aber es hat vieles geklappt. Das ist keine schlechte Erkenntnis für die nächsten Monate.

Am 11.01. hatten wir dann wieder viele fleißige Helfer/innen (Danke! ♥️) für das Obergeschoss! Innerhalb von einem Tag wurden hier aus altem Bad und alter Küche unser zukünftiges, größeres Bad, die Fliesen wurden entfernt und der ganze Estrich ist rausgeflogen. Das Sortieren von Styropor, Ölpapier im Bauschutt hat allen Beteiligten besonders viel Freude bereitet. Auch beeindruckend war zu sehen, mit welcher Genauigkeit die Betondecke damals gegossen wurde. Nach den letzten beiden ironischen Sätzen geht es jetzt wieder ernst gemeint weiter: wir waren sehr erleichtert, dass es trotz Lukas Gesundheitszustand weiterging und wir nicht einen frühen Baustellenstop einlegen mussten. Mit den Wandfliesen im unteren Bad hatte ich ja noch eine Rechnung offen; am Tagesende lagen aber auch die in Kleinteilen auf dem Boden und konnten in Bauschuttcontainer 3 und 4 entsorgt werden.

Wenn wir nicht im Haus waren, gab es natürlich trotzdem einiges zu tun: Termine mit Handwerkern (Dach, Heizung, Küche, Elektrik, Fliesenleger) ausmachen, wahrnehmen und dann dran bleiben, dass die Angebote nicht deutlich später als zugesagt wirklich vorliegen. Die Badezimmerplanung ist durch den Kamin ein absoluter Endgegner und hat uns viele Stunden gekostet. Fertig ist sie immer noch nicht, mal sehen, ob der Traum vom Wäscheschacht erfüllbar ist. Viel wichtiger ist, dass wir mit dem finalen Angebot über den Einbau der Wärmepumpe den Förderantrag stellen konnten und dieser auch zugesagt wurde.

Der Januar war insgesamt ein mittelmäßiger Monat: wir haben einiges geschafft, aber alles war logischerweise immer von Lukas Bandscheibenvorfall überlagert. Ich war ca. 35 Arbeitsstunden im Haus. Hier noch ein Nachtrag zu den vorherigen Monaten:

DezemberLukas: 55Katha: 53,5
NovemberLukas: 19Katha: 11

Ganz nach dem Motto: im Februar muss es einfach besser werden, haben wir uns ans nächste größere Projekt gewagt: Lass uns den bestehenden Sturz zwischen Esszimmer und Küche erhöhen und dafür die Träger freilegen und dann höhersetzen. Ich hatte ehrlicherweise schon etwas Angst, dass nachher das ganze Haus einstürzt, aber alle Menschen mit mehr Erfahrung und statischen Kenntnissen waren da zum Glück deutlich entspannter und zuversichtlich, dass das nicht passiert.
Zuerst haben wir die Decken vom Ober- und Erdgeschoss im Erdgeschoss bzw. Keller mit Stützen abgefangen. Danach haben wir nochmal alles zur Seite hin abgesichert, bevor die Mauersteine über den Trägern entfernt werden konnten. Als das geschafft war, konnten wir die mit weiteren Stützen bis unter die Decke drücken (das war ganz schön wackelig) und hätte ohne die Muckis von Jürgen sicherlich nicht geklappt. Von dieser Aktion gibt es keine Bilder, weil alle eingespannt waren. Das Ergebnis könnt ihr aber in der Galerie sehen. Danach konnten noch die ersten Steine gesetzt werden, denn die Mauer musste an den beiden Seiten logischerweise wieder höher werden, damit die Träger dann am Ende auch darauf liegen können und die Stützen irgendwann abgebaut werden können. Außerdem haben wir (bzw. Lukas) noch Quellmörtel in einen Minispalt zwischen Träger und Decke gespritzt, der auch dabei helfen soll alles zusammen zu halten.

Heute haben wir dann nochmal aufgeräumt, „sauber“ gemacht, den abschließbaren Baumischaball-Container systematisch befüllt (zum Glück bin ich wieder rausgekommen) und die Elektroplanung mit dem Post-it-Trick voran getrieben. Ein sehr erfolgreicher Tag also.

Zum Abschluss dieses fast nicht enden Beitrags gibt nochmal von vielen Räumen und unterschiedlichen Perspektiven einen Zwischenstand:

Als Nächstes stehen folgende Dinge an: Fenster hoffentlich bald bestellen, Küchenplanung finalisieren, damit die Maße bekannt sind für den Wiederaufbau der Wand und die Informationen für die Elektroplanung vorliegen, Elektroplanung finalisieren, Wände aufmauern, Türe etc. zumauern. Sobald es wärmer ist, können dann die Heizkörper (und die dahinterliegenden Tapeten) entfernt/ entsorgt werden, dadurch wird der Schornstein frei, der für die Kabel der Elektrik verwendet werden soll und wir können die Schlitze für die Elektroplanung einfräsen, damit nach dem Fenstertausch auch funktionieren Rollläden am Start sind. Das eine muss also ins andere greifen, damit der Gesamtplan aufgeht!

Abriss die Erste

Es wird staubig im Haus! Am Donnerstag hat sich Lukas alleine durch die Estrichdecke im neuen Esszimmer gekämpft, am Samstag haben wir zu zweit dann den Estrich in der Küche rausgeklopft. Das war gar nicht mal so unanstrengend, deshalb habe ich danach gesagt: lass uns doch erst nochmal was weniger anstrengendes machen und die Fliesen abmeißeln. Lukas hat kurz skeptisch geguckt, aber nicht groß was dazu gesagt… auch mit der Unterstützung von Maschinen war das kein Kinderspiel und wir sind ganz schön ins Schwitzen gekommen.
Wir hatten uns nach dem Vormittag auf jeden Fall eine Pause verdient – passend zum Biathlonrennen.
Gut gestärkt haben wir uns dann an ein großes Projekt gewagt: das Entfernen der Wand zwischen unserem Wohn- und Esszimmer. Lukas hat erst einmal ein Stück am oberen Wandende entfernt, damit die Decke nicht beschädigt wird und alles kontrolliert abgerissen werden kann. Ich hab in der Zwischenzeit den Fliesenschutt zusammen gescheppt und gekehrt, bevor ich Lukas auch helfen konnte. Das Zeitraffervideo macht auch nach mehrmaligem Anschauen immer noch Spaß 😍


Nach den beiden Tagen ist der erste vier kubikmetergroße Container mit ca. fünf Tonnen Bauschutt voll (Beweisfoto fehlt leider) – und wir waren abends ganz schön platt und komplett eingestaubt.

Außerdem hatten wir in der letzten Woche unseren zweiten Küchenplanungstermin, einen Vororttermin mit dem Energieberater zur Besprechung des individuellen Sanierungsfahrplans und wir haben den ersten Förderantrag für unsere Fenster gestellt. Nächste Woche wird zwangsweise etwas ruhiger, bevor wir uns mit neuen Kräften weiter Estrich und Wänden widmen und die nächsten Angebote für unterschiedliche Bereiche anfordern.

Wochenrückblick 09.-15.12. 🚽🔨📋

Die Wochen verfliegen momentan nur so. Am Montag fand ein wichtiger Termin zur Heizungsplanung am Haus statt. Ab Dienstag hat Lukas dann in wenigen Stunden ein Klo im Keller installiert; sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig direkt neben der Außen- und Kellerflurtür, aber auf jeden Fall für die nächsten Monate der beste Kompromiss, den es gegeben hat.

Am Freitag folgte dann das erste kleine Highlight in der Planungsphase: unser erster Küchenplanungstermin stand an. Wir sind erstmal alles losgeworden was uns wichtig ist bzw. was wir uns für die Küche wünschen und jetzt gilt es abzuwägen, was das Geld wirklich wert ist und zu vergleichen, um das beste Angebot zu finden. Zum Glück ist noch viel Zeit, bis wir uns entscheiden müssen. Aber der Küchenberater sagte auch, dass das gar nicht verkehrt ist sich so früh Gedanken zu machen, weil man jetzt noch motiviert ist und sich Zeit lässt für die finale Planung.

Gestern hatten wir zum Glück für die Arbeiten im Haus wieder tatkräftige Unterstützung und so haben wir es geschafft, alle Teppiche und Tapeten zu entfernen und den dritten Container gut zu befüllen.

Heute haben wir schon mal mit der Entsorgung der Sanitärelemente begonnen und insgesamt ein wenig das Schlachtfeld aufgeräumt, Werkzeug sortiert, gefegt etc. Der nächste Container wird dann schon der für den Bauschutt. Das bedeutet, dass wir mit dem Abriss der Wände vom Balkon und dem Rausstemmen des Estrichs starten. Sehr besinnliche Tätigkeiten für die Adventszeit, die da auf uns warten.

Die zweite Tageshälfte haben wir noch mit Orga-Schreibtischkram verbracht: Termine vereinbaren, Verschiedenes recherchieren usw. Das frisst immer wieder richtig viel Zeit.

Wochenrückblick: ausgebremst / produktiv

Die Termine diese Woche sind positiv verlaufen.
Das zweite Baustellenwochenende haben wir uns aber ganz anders vorgestellt: seit Mittwoch waren wir ordentlich am kränkeln, deshalb haben wir unseren Helfern absagen müssen.


Zum Glück war die Lage am Samstag schon etwas besser und wir konnten wenigstens ein paar Stündchen im Haus produktiv sein, es gibt nämlich nach wie vor einige Tapeten, die entfernt müssen. Heute haben wir es dann geschafft: alle Tapeten von den Wänden und den Decken sind im Obergeschoss abgekratzt! Gerade die Deckentapeten haben uns ein bisschen was abverlangt. Aber wir haben schnell gemerkt, dass das nur ein Vorgeschmack auf den Boden war: Lukas hat in den Räumen die erste Lage Teppichboden entfernt (das ging wunderbar) und dann kam die nächste Lage ans Licht: Linoleum oder PVC, der vermutlich schon einige Jahrzehnte da rumliegt und wirklich bickelfest ist. Deshalb haben wir fürs kommende Wochenende einen elektrischen Teppichbodenentferner geliehen und hoffen, dass es unseren Helfern und uns so weniger Kraft und Nerven kostet!